Die Frauen wurden auf dem Schlachtfeld allein gelassen
Homaira Adeel stammt aus Afghanistan und lebt seit neun Jahren in Deutschland. Was gerade in Afghanistan passiert, beschäftigt sie sehr. Aus ihrer Sicht droht dem Land der Rückschritt in einen Zustand, den sie leider nur zu gut kennt. Der 20 Jahre andauernde Kampf der afghanischen Frauen ist verloren.
Lesezeit in Min. 7,
1
Keine Kommentare
Fotograf*in: Homaira Adeel
Immer, wenn ich das Profilbild meiner Nichte bei WhatsApp sehe, tut mir das Herz weh. Es ist das Bild einer afghanischen Graffiti-Künstlerin und zeigt ein Mädchen, das verzweifelt vor einem schwarz gekleideten Talib kniet. Maryam, meine 18-jährige Nichte, schloss mit 17 Jahren ihr Abitur ab und studierte im zweiten Semester Diplomatie und Politik, als das Land an die Taliban übergeben wurde. Wenn ich sehe, wie schnell ihre Träume zerbrochen sind, tut mir das Herz weh.
Homaira Adeel
Meine Schwester
Meine Schwester, Maryams Mutter, erlebte dasselbe, als sie jung war. Als die Taliban 1996 Afghanistan eroberten, ging meine Schwester in die fünfte Klasse. Während der Herrschaft der Taliban wurde sie aus Angst vor einer Entführung gezwungen, einen Mann zu heiraten, der schon eine Frau hatte. Meine Schwester sagte immer: „Wenn die Taliban das Land nicht erobert hätten, hätte ich das Abitur gemacht und studiert.“ Sie hätte nie gedacht, dass ihre Töchter das gleiche Schicksal erwartet.
Salam,
schön, dass du da bist!
Wenn du den vollständigen Artikel lesen möchtest, melde dich hier kostenlos im Online-Magazin an: Einloggen.
Wenn du noch nicht angemeldet bist, kannst du dich hier kostenlos neu registrieren:Kostenlosregistrieren.
Neben unseren Online-Artikeln erhältst du dann zusätzlich alle zwei Wochen den kohero-Newsletter mit spannenden Texten, Interviews und Hinweisen zu unseren Workshops und Veranstaltungen. Viel Freude beim Lesen!
Wenn du Fragen hast oder Hilfe bei der Anmeldung brauchst, melde dich per Mail an team@kohero-magazin.de.